Neurofeedback Teil 2
  • Motiv Neurofeedback

    TOMOGRAPHISCHES NEUROFEEDBACK

    VOM QEEG ZUR PERSONALISIERTEN THERAPIE

     
     

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    WANN IST NEUROFEEDBACK SINNVOLL?

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Neurofeedback Teil 2: qEEG Ableitung, Auswertung und Erstellung Neurofeedbacktherapie

Was sind quantitatives EEG (qEEG), sLORETA und tomographisches Neurofeedback?

Die Elektroenzephalographie (auch als EEG bekannt) ist eine non-invasive, für den Patienten vollkommen schmerzlose und ungefährliche Methode, die zur Messung bzw. Aufzeichnung der elektrischen Gehirnaktivität angewendet wird. Das Elektroenzephalogramm (EEG), ein Output dieser Messmethode, ist die graphische Darstellung der Gehirnaktivität (Kurvenbild) und wird schon seit langem als eine standardmäßige Diagnostikgrundlage in der Neurologie verwendet. Dadurch können beispielsweise Hinweise auf Epilepsie, Tumore, Entzündungen, Durchblutungsstörungen und vieles mehr erkannt werden.

Bei einer ausschließlich visuellen Inspektion der Messungen, wie von der konventionellen EEG-Analyse betrieben, kann jedoch Information über die kortikale Hintergrundaktivität verloren gehen. Daher werden heute mit Hilfe digital gestützter Auswertungmethoden auch quantitative,  d.h. mathematisch-statistische EEG-Analysen (qEEG) durchgeführt. Die Ergebnisse solcher Analysen können graphisch als sogenannte qEEG-Maps dargestellt werden.  Deswegen wird das qEEG auch „Topometric Brain Mapping“ genannt. Eine weitere Möglichkeit der quantitativen Analyse von EEG-Signalen ist das sogenannte sLORETA.

Die sLORETA-Technologie (Low Resolution Electromagnetic Tomography) liefert in Echtzeit ein dreidimensionales Bild der Gehirnaktivität. Somit ist sLORETA eine quantitative Analysemethode von EEG-Signalen, die mehr als nur die Aktivität des Cortex, also der Gehirnoberfläche erfassen kann. Die gemessenen EEG-Signale werden mit mathematischen Verfahren dahingehend analysiert, dass die Quellen der elektrischen Aktivität lokalisiert werden können.

qEEG-Mapping im Vergleich zu sLORETA

Sowohl qEEG-Maps als auch die sLORETA-Technologie basieren auf quantitativen Analysemethoden der EEG-Signale. Die Signale werden also mit mathematischen Methoden analysiert. Während die qEEG-Maps sich auf die Oberfläche des Gehirns (Cortex) fokussieren, benützt die sLORETA Herangehensweise Verfahren, die das sogenannte „inverse solution problem“ zu lösen versuchen, damit ein detektiertes Signal bis zu der Struktur, wo es im Gehirn entstanden ist zurückverfolgt werden kann.

 

Warum sLORETA und qEEG gestütztes Z-Score Neurofeedback?

Mit Hilfe von sLORETA-Imaging basiertem Neurofeedback (tomografisches Neurofeedback) können auch tiefe Hirnstrukturen sowie ganze Netzwerke bzw. natürlich auch Parameter wie Kohärenz (Konnektivität) oder Verarbeitungsgeschwindigkeit (Phase) etc. trainiert werden. Dies wiederum führt zu angenehmen und erwünschten Begleiterscheinungen auf der Verhaltensebene, die auch als eigentliches Ziel der Therapie verstanden werden sollten. Solche Ziele können z.B. das Wegtrainieren oder Mildern unerwünschter Zustände oder das Antrainieren erwünschter Zustände sein. Das nicht qEEG gestützte Neurofeedback basiert auf der Anwendung einiger Neurofeedback-Protokolle, die sich bei der Behandlung bestimmter Symptome etabliert haben, ohne vorangehende qEEG Diagnostik. Während diese Neurofeedbackprotokolle sich zweifelsohne in vielen Fällen als wirksam erwiesen haben, ist die qEEG-gestützte Herangehensweise die wirksamste Alternative, weil dadurch auf Besonderheiten der kortikalen Aktivität des Individuums eingegangen werden kann.

Dies ist unter anderem auch deswegen relevant, weil man weiß, dass es mehrere Erscheinungsformen oder kortikale Aktivitätsmuster für manche psychischen Erkrankungen geben kann.

 

Was passiert vor, während und nach der EEG-Ableitung?

Um die Gehirnströme aufzeichnen zu können, wird eine Kappe mit eingebauten Elektroden benützt. Die Elektroden müssen mit einem leitfähigen Kontaktgel bestrichen werden, sodass die EEG-Signale gut und möglichst unverzerrt aufgenommen werden. Die Elektrodenkappe wird mit dem EEG-Gerät verbunden. Anschließend erfolgt die Messung, meistens sitzend, zuerst mit offenen, dann mit geschlossenen Augen, für eine Zeitspanne von maximal 30 Minuten. Danach wird die Ableitung beendet und die Elektrodekappe entfernt.

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qEEG-Ableitung mit Elektrodenhaube und Auswertung der Daten

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Vom qEEG zur personalisierten Neurofeedbacktherapie

Die Forschung zeigt, dass die Störungsbilder bestimmter Erkrankungen wie z.B. ADHS, Zwangsstörungen, Depression, Lernstörungen, chronischem Schmerz, Autismus, Sucht, Angststörungen, Epilepsie mit spezifischen Mustern der spontanen elektrischen Gehirnaktivität einhergehen, die mit Hilfe des qEEG identifiziert werden können. Leiden Patienten unter charakteristischen Symptomen dieser Störungsbilder, so kann eine individualisierte, qEEG gestützte Neurofeedback-Behandlung deutlich zur Linderung des Leidensdrucks der Patienten beitragen, weil diese oft die Linderung vieler unangenehmer Symptome und Zustände bewirken kann.

Nach der qEEG-Ableitung werden die Patienten - Daten von Artefakten gereinigt und anonymisiert mit Daten aus einer normativen Datenbank verglichen (z.B. Neuroguide, Thatcher). Dadurch werden Vergleiche mit gesunden Referenzpopulationen gewährleistet. Wenn man die sLORETA-Technologie in die Analyse mit einbezieht, dann können auch alle Gehirnbereiche und Strukturen, die an bestimmten Symptomen beteiligt sind in der Analyse berücksichtigt werden. Ausgehend von diesen Vergleichen und von den jeweils individuellen Symptomen der Patienten, die in ausgiebigen klinisch-psychologischen Anamnese- und Explorationsgesprächen erhoben werden, entsteht der qEEG-Befund. Darauf basierend können personalisierte Neurofeedback-Therapiepläne entwickelt werden.

 

Neurofeedback Teil 2

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