Neurofeedback bei Demenzerkrankungen

Demenzerkrankungen sind fortschreitende Gehirnerkrankungen, die sich dadurch kennzeichnen, dass sich die kognitiven Fähigkeiten der Betroffenen zunehmend verschlechtern.

Diese Verschlechterung ist darauf zurückzuführen, dass die Nervenzellen der Demenzkranken absterben.

Je nachdem welche Gehirnareale von dem Absterben betroffen sind, ist auch eine Verschlechterung entsprechender kognitiver Funktionen beobachtbar. In bildgebenden Verfahren wie z.B. MRT (Magnetresonanztomographie) oder CT (Computertomographie) ist oft eine sogenannte “Schrumpfung“ des Gehirns deutlich sichtbar.

Hier eine Reihe von möglichen Symptomen, die im Fall eines demenziellen Abbaus früher oder später auftreten können.

  •   Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, was wiederum dazu führt, dass neue Informationen schlecht gemerkt und nicht wiedergegeben werden können
  •   zeitliche und örtliche Orientierungsschwäche
  •   Wortfindungsstörungen
  •   Konzentrationsmangel
  •   eingeschränktes Urteilsvermögen
  •   eingeschränkte Problemlösefähigkeit
  •   Reizbarkeit, Unsicherheit, Ängstlichkeit
  •    depressive Verstimmungen
  •   auffällige Verhaltensänderungen

Diese Symptome können unterschiedlich ausgeprägt vorkommen, und der Verlauf kann ebenfalls unterschiedlich sein; von langsam und kontinuierlich fortschreitend bis sprunghaft.
Es gibt auch unterschiedliche Ätiologien (Ursachen für die Entstehung) und folglich auch unterschiedliche Formen von Demenzen; z.B vaskuläre Demenzen, Alzheimer-Demenzen, gemischte Demenzen, Demenz bei Morbus Parkinson, frontotemporale Demenzen, Lewy-Körperchen-Demenzen.

Leider kann zurzeit mit keiner der bisher bekannten therapeutischen Herangehensweisen eine vollständige Heilung erzielt werden. Stattdessen werden als Therapieziele die Verlangsamung des Verlaufs der Degeneration oder z.B. das Erlernen von Strategien im Umgang mit Symptomatik und den Konsequenzen angesehen.

Neurofeedbacktrainings können vor diesem Hintergrund dahingehend helfen, dass sie in den Verlauf der Erkrankung eingreifen. So können beispielsweise Gedächtnisleistungen, exekutive Funktionen (wie z.B. Urteilsvermögen, Problemlösefähigkeit) und emotionale Befindlichkeit für längere Zeit stabilisiert beziehungsweise sogar kurzfristig verbessert werden. Betroffene und Angehörige empfinden solche Veränderungen als erleichternd, und der oft unvorstellbare Leidensdruck wird dadurch vermindert.
Die Vorgehensweise in der Behandlungsplanung ist durch eine vorangehende qEEG-Analyse und einen individuell angepassten Trainingsplan gekennzeichnet. Als besonders wirkungsvoll hat sich die Kombination Neuro-Photobiomodulation und Neurofeedback erwiesen.

Berman, M.,H., & Frederick, J., A. (2009). Efficacy Of Neurofeedback For Executive And Memory Function in Dementia. In  Alzheimer’s & dementia : the journal of the Alzheimer’s Association 1 July 2009 (volume 5, issue 4 Page e8, DOI: 10.1016/j.jalz.2009.07.046).

Fernández T, Becerra J, Roca M, Espino M, Bahlke M, Harmony T, Fernández-Bouza A, Belmont H and Díaz-Comas L (2008). Neurofeedback in healthy elderly humans with electroencephalographic risk of cognitive impairment. Front. Hum. Neurosci. Conference Abstract: 10th International Conference on Cognitive Neuroscience.  doi: 10.3389/conf.neuro.09.2009.01.173

Garn,H.,  et al. (2014). Quantitative EEG in Alzheimer's disease: Cognitive state, resting state and association with disease severity, International Journal of Psychophysiology, 93, 3,390-397.https://doi.org/10.1016/j.ijpsycho.2014.06.003.

Luijmes, R. E., Pouwels, S. & Boonman,, J. (2016). The effectiveness of neurofeedback on cognitive functioning in patients with Alzheimer's disease: Preliminary results, Neurophysiologie Clinique/Clinical Neurophysiology,46, 3, 179-187.https://doi.org/10.1016/j.neucli.2016.05.069.

Alles über Neurofeedback in meiner Praxis

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Teil 2: Was ist ein qEEG und wie funktioniert sLORETA?

Alles über die qEEG und tomographisches Neurofeedback mit sLORETA-Technologie und warum diese bei Neurofeedback besonders wirksam ist.

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